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Endoprothetik weiterentwickelt und gestärkt - Dr. Volker Sauer neuer Ärztlicher Direktor

11.04.2018 12:39 Uhr

Dr. Volker Sauer zum Ärztlichen Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie, Bereich Endoprothetik, der Kliniken des Landkreises Karlsruhe ernannt

Mit der Umsetzung des einheitlichen Medizinischen Konzepts für die Standorte Bruchsal und Bretten geht auch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Chirurgie einher. So wird das weitreichende Fachgebiet der Endoprothetik bereits als eigenständiger Bereich innerhalb der Unfallchirurgie beider Häuser geführt Vor kurzem wurde Dr. Volker Sauer zum Ärztlichen Direktor für das Fachgebiet Endoprothetik ernannt.

 

Interview mit Dr. Volker Sauer, Ärztlicher Direktor Endoprothetik an den RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe

 

Herr Dr. Sauer, Sie wurden vor kurzem zum Ärztlichen Direktor für das Fachgebiet Endoprothetik ernannt. Wie ist die Endoprothetik jetzt fachlich und organisatorisch aufgestellt?

Dem drängenden Bedarf folgend wurde die Hüft -und Knieendoprothetik kontinuierlich ausgebaut. Durch meine standortübergreifende Tätigkeit, seit 2014 als Sektionsleiter, konnte das Angebot, zugeschnitten auf die Bedürfnisse unserer Patienten, immer mehr vervollständigt werden. In unserem Endoprothetikzentrum führen wir ca. 900 Operationen pro Jahr durch. Es stehen hierfür vier Hauptoperateure zur Verfügung. So können wir die Versorgung der Menschen, die eine Endoprothese benötigen, in der Region Bruchsal/Bretten und darüber hinaus auf einem hohen Niveau sicher stellen.

 

Ihr bisheriger Chef Dr. Rüdiger Hecht leitet nach wie vor die Unfall- Hand- und Orthopädische Chirurgie Standort übergreifend. Wie grenzt sich das Fachgebiet Endoprothetik nun fachlich und organisatorisch davon ab? Gibt es auch Überschneidungen?

Die Hauptverantwortung für den Bereich Hüft- und Knieendoprothetik liegt bei mir. Organisatorisch wird die Hauptabteilung im Kollegialsystem zusammen mit Dr. Rüdiger Hecht geführt. Durch die intensive Verflechtung der einzelnen Fachrichtungen innerhalb der Abteilung wäre eine Abspaltung der Endoprothetik nicht sinnvoll gewesen und wird auch in Zukunft nicht angestrebt.

 

Sie stammen aus dem Rhein-Neckar-Kreis und haben dort Ihren Lebensmittelpunkt. In Heidelberg sind ebenfalls renommierte Kliniken ansässig, wo es sicherlich auch interessante Betätigungsfelder für Sie geben würde. Stattdessen ist Ihr Name eng mit dem Bruchsaler Krankenhaus verbunden, dem Sie seit vielen Jahren die Treue halten. Sie haben sich dort stetig weiterentwickelt und Ihren Verantwortungsbereich als Ärztlicher Direktor zwischenzeitlich bis nach Bretten ausgeweitet.

 

Wie haben Sie die Entwicklung der Endoprothetik begleitet und vielleicht auch mitgeprägt?

Bereits 1991 war ich als Famulant in der Medizinischen Klinik bei Prof. Heinrich das erste Mal in Bruchsal tätig. Später dann im Praktischen Jahr und seit 1996 dann als Assistenzarzt in der Chirurgischen Klinik unter der Leitung von Prof. Thiele. Bis auf ein paar wenige Unterbrechungen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung war ich immer in Bruchsal tätig und habe eine hohe Verbundenheit mit der Klinik. In Bruchsal und Bretten hatte sowohl die Hüftendoprothetik und ab 2004 auch die Knieendoprothetik immer schon einen hohen Stellenwert. Die Navigation und die Knochen sparenden Implantate verwenden wir mittlerweile seit 14 Jahren. Auch die Weichteil schonenden OP-Techniken wurden sukzessive implementiert und optimiert. Dies in Kombination mit einer mittlerweile breiten Implantatauswahl zeichnet eine moderne Endoprothetik aus. Die Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum hat unsere gesamten Abläufe von der Aufnahme des Patienten bis zur Entlassung weiter verbessert. Um die Patientenzufriedenheit weiter zu erhöhen, bekommen unserer Patienten eine Schulung vor der stationären Aufnahme, um auch möglichst vielen Patienten die frühe Mobilisation am Operationstag zu ermöglichen.

 

Welche Zukunftsperspektiven sehen Sie für die Endoprothetik an den RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe und was wünschen Sie sich persönlich?

Auch in Zukunft sollte unser Patienten orientiertes Arbeiten im Mittelpunkt stehen. Dies gelingt uns im Moment und hoffentlich auch in Zukunft durch ein optimales Zusammenspiel aller am Prozess beteiligter Fachdisziplinen mit motivierten und engagierten Mitarbeitern. Ich wünsche mir für die Zukunft, die Möglichkeit zu haben, moderne Methoden zu integrieren, auch unter den ökonomischen Zwängen, unter denen alle Krankenhäuser stehen.



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
Posilipostraße 4
71640 Ludwigsburg

E-Mail: alexander.tsongas(at)verbund-rkh.de